Tagebuchblatt 17. März 2025
Ich will, dass Licht werde. Dunkelheit ist nicht mein Wille.
Tanz auf Messers Schneide. Bedrohliche Fetzen gleißenden Lichts. Beende den Tanz, bevor es zu spät ist. Missachte deine dich immer wieder reizende Furcht vor Bildern, die nicht wahr sind. Zerreiße die graue Wolkendecke eitler Vorstellungen, die allesamt keinen Wahrheitsgehalt haben. Gib die Gedanken erfundener Überzeugungen endlich auf. Sie zerren dich in die Lüge der Faszination, sind ohne Substanz, da sie nicht wahr sind. Verleugne die Qual deiner Todes-wünsche.
Ich will, dass Licht werde. Dunkelheit ist nicht mein Wille.
Ich rufe es gegen den Sturm, an die Wogen-Wand des tosenden eiskalten Meeres. Es will mich verschlingen. Der Reiz seines Sogs umgarnt meinen Tanz auf der blinkenden Schneide des tödlichen Schwertes. Fauchendes Gift vor dem Schlangenbiss.
Widerstehe den letzten Verlockungen der Wogen. Jetzt. Es ist der Augenblick, den es nicht mehr zu beobachten gilt. Sprenge die Distanz. Hemme deine Angst. Verdamme die ziehende Kraft des Schwertes, deren Schneide dir den letzten schmalen Halt bietet. Entscheide ohne Entscheidung. Lasse alles fallen, was der Vorstellung deines bisherigen Daseins Wert verleihen möchte, alles. Achte deine Bestimmung. Verwirf alle eigenen Ideen. Gedankenlosigkeit wird dich zur Leere führen. Wirf dich in diese Leere. Nicht verstehen, keine Konzepte, sondern in die Leere springen, jetzt. Mache keine Pläne. Sie sind ein Trick deines Geistes. Schiebe nicht auf. Springe.
Ich will, dass Licht werde. Dunkelheit ist nicht mein Wille.
[ s. H. W. L. Poonja Wach auf – du bist frei ]