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NES 7/09
Heute, am 14. Juli 2009
„ist der Tag“ :
Sieh sie dir an,
die Menschen,
deine Zeitgenossen,
wie sie lungern,
wie sie fremdgehen,
wie sie ausweichen,
wie sie schummeln,
wie sie sich betäuben,
wie sie flüchten,
wie sie fliehen,
wie sie sich erniedrigen,
wie sie stammeln,
wie sie leiden,
wie du genauso bist!
Heute, am „ 14.Juli 2009“
ist der Tag,
an dem du erkennst,
dass nahezu alle Handlungen deiner Zeitgenossen aus Mustern bestehen, die sie gar nicht selbst entworfen haben, geschweige denn beabsichtigt oder erworben,
erst recht nicht verdient haben.
Und dass du genauso gelenkt bist, wie von fremden Mächten bestimmt, von geflochtenen Stricken deiner Ahnen, von geschmiedeten Ketten der
machtvollen Geschichte der Menschheit. Gleich kleiner Zappeleien einer hilflosen Fliege im Spinnennetz erscheinen mir heute unsere Bemühungen, uns
auch nur einen Schritt von diesen fest gewebten Hüllen, die zu unseren inneren Anlagen geworden sind, zu entfernen. Die Sicht auf diese Welt kommt
aus mir, ich sehe nur mein Bild von ihr. Meine Sichtweise wird sich ändern müssen und nicht die Welt - es ist so einfach.
Allerdings ist mein Hass zurzeit so groß, dass es mir meilenweit entfernt scheint, aus eigener Kraft auch nur an diese Möglichkeit zu gelangen.
Wo ich hinsehe, erkenne ich nichts als Unsinn. Meine Müdigkeit, die einzelnen Beobachtungen umschreibend zu notieren, breitet sich ins Unermessliche
aus und droht in einen zerstörerischen Hass zu kippen. Es herrscht eine abgrundtiefe Wut in mir, die hoch kocht und zur Äußerung
drängt, ein lebenslang angestauter Lebenshunger, der nach Fütterung schreit und nicht mehr zu Kompromissen bereit ist. „I can’t
be good no more“ !!!! (Bob Dylan).
Unter dieser hassenden Wut entdecke ich eine Perle.
Ein Generationen lang geknechteter Wille zur Frau, den ich nicht mehr unterdrücken mag, der sich empor schraubt, will sich in einem dunkel
weiblichen, satt sanften, alles umfassenden JA äußern, das sich an nichts mehr hängt, keiner Beobachtung mehr frönt, alles
sieht und nichts beschwichtigt, das alles zulässt aber nichts hinein nimmt in die Festigkeit dieses irdenen, unberührbaren JA.
Die Ablehnung des Lebendigen, die Unterdrückung des Fühlens, hat derartig kranke Auswüchse angenommen, dass der Mut von den wenigen,
die dies erkennen und wahrhaft hinschauen, von Bedeutung ist.
Sieh’ doch: die jungen Chinesinnen lassen sich ihre Augenlider wegschneiden! Frauen eines Volkes, das eine tausende Jahre spirituell geprägte
Geistesgeschichte hat, das sich jetzt- nach wiederholten Ausmerzungen seiner feinsten Geister - der westlichen Ichkultur soweit angenähert hat, dass derartige Selbstzerstümmelungen
bedenkenlos vorgenommen werden.
Auch die islamischen jungen Frauen-, noch bevor es ihnen gelungen ist, dem grausamen männlichen Patriarchat entkommen zu sein-, lassen sich ihre
schönen Nasen zerschneiden. Jede 2. amerikanische Frau, der die anderen ja nacheifern, lässt sich operieren, um ein besseres Bild von ihrem
Körper zu erhalten, der sterblichen Hülle, dem Schein, der sich schon durch einen intensiven Tanz in Liebe auflösen lässt, wie
erst recht mit tödlicher Sicherheit am Ende eines Lebens!
Das Bewusstsein von Geburt und Tod jenseits von Leben ist bei uns so schwach entwickelt und wird in den Ländern, wie z.B. Indien,
die ehemals davon breitflächig mehr wussten, mit dem Blick nach Westen aktiv zurück entwickelt. Die Angst vor dem Sterben, das doch jede
Sekunde stattfindet, wird auf den Tod projiziert, der, gemieden und verdrängt, die Menschen in die absonderlichsten Verhaltensweisen hineintreibt.
Dabei wird übersehen, dass doch gerade das Sterben die schönsten Blüten hervorbringt, und dass uns ohne Hinschauen auf
Vergänglichkeit, diesen ständig stattfindenden, gemiedenen Sterbeprozess, kein einziges schönes Frauengesicht begegnen
würde.
Spielsucht, Feiersucht, Alkoholsucht, Esssucht, Fleischsucht, Kriegssucht, Unterhaltungssucht werden im Namen von Ausbeutung, Vernichtung,
Zerstörung und Mord bedenkenlos durchgesetzt. Die Machtstrukturen in den westlichen Ländern haben sich nur oberflächlich
geändert. In der Seelentiefe herrschen hier wie da Ausgrenzung, Todessehnsucht, Mordlust und noch weiter unten schreiende Verzweiflung.
Die komplett ausgereizte Schummelei ist nicht mehr zu übersehen. Sie kann kaum noch extremere Züge annehmen, ohne in den Untergang zu
kippen.
Eine Umkehr ist schon jetzt kaum noch vorstellbar.
Die massiven Auswüchse der Zerstörung des Lebendigen unserer Erde und ihrer Kultur sind in der Vernachlässigung des Weiblichen
zu sehen. Der beklagte Materialismus ist ja nicht nur eine Verflachung des Geistigen, wie die Intellektuellen immer gern dächten! Die geistig
betonten Menschen sind oft grauenhaft materiell ausgerichtet. Sie jagen, sie wollen die besten sein, das meiste Geld verdienen, die
schönste Villa haben, den höchsten Ruf genießen, in der größten Anerkennung baden. Und in dieser Jagd unterscheiden sie
sich nur minimal-, ja es ist vielleicht noch verlogener-, von einem kauf- fernseh- oder urlaubsüchtigen Menschen, was sich ja auf der
vergleichbar ausgelebten animalischen Ebene, z.B. des Ess- oder Sexualverhaltens, leicht ablesen lässt.
Das große Weibliche ist immer und immer wieder korrumpiert, abgedrängt, geknechtet und ausgerottet worden. Bei uns hat die Kirche einen
riesigen Anteil an diesem Phänomen zu verantworten. Die Verdrängung der Sexualität ins Verbotene, aus ihr eine Sünde zu erfinden,
deren Überschreitung Ausgrenzung bis zum Todesurteil bedeutete, ist so tief in den Seelen der Menschen verankert, dass durch diese grausame
Idee noch immer Macht über die Menschen ausgeübt wird. Hinter dieser Macht steht eine durch Herrschaftsstrukturen getarnte, angstvolle
Schwäche, die verhindern will, dass sie entlarvt wird. Die katholische Kirche ist ja offensichtlich und nahezu ungescholten am Werke, wie wir in
letzter Zeit erleben konnten. Viele Menschen üben zwar inzwischen Kritik, treten aus der Kirche aus. Sicher ein großer Fortschritt, dass
dieses ungestraft möglich ist. Aber die Zufriedenheit, ohne Kirchgänger zu sein, sich auf der sicheren Seite zu wähnen, ist eben ein
Trugschluss. Wir sind von den Mustern dieser Schreckensherrschaft zutiefst geprägt und handeln noch immer in ihrem Namen.
Wenn fettleibige, kurzhaarige Mannfrauen ihre weichen Ehemänner am Händchen zum Einkaufen ausführen, ist das ein pervertiertes Bild
eines eleganten, erotischen Paares, - Tristan und Isolde auf dem Kreuzweg der untergehenden Großstadt. Wenn Fleischmassen
von zu Tode gequälten Tieren der Massentierhaltung auf den Tischtüchern der Restaurants verschlungen werden und das der ersehnte
Unterhaltungswert der meisten Menschen ist, neben Fragesendungen von tiefstem Ja- Nein- Niveau im TV- Geschäft, ist der Schritt zu Gewalt
am Leben meines Nachbarn nicht mehr groß. Einen Ausdruck des sich anbahnenden, angstvollen Sicherheitsfanatismus unserer Zeitgenossen erkenne
ich in der Wettervorhersage im Rundfunk, die inzwischen auf allen Sendern in moralisch gefärbtem Wortlaut etwa alle 10 Minuten zu hören ist.
Jeder noch so kleine Sprecher stellt sich mit Namen vor.
Es wären noch viele Beobachtungen der Auswüchse des Medien- und Großstadtalltags zu erwähnen, der so selbstbewusst
hofiert und scheinbar so selbstsicher gelebt wird. Das Ich schreit und schreit, und die antworten könnten, werden, mehr oder weniger
bewusst, ferngehalten und ausgegrenzt.
Wie ja schon immer.
Die schönste, leichteste Möglichkeit zur Gotteserkenntnis besteht im sexuellen Akt von Mann und Frau – in Liebe. Ja, so einfach ist es.
Die Paradieslegende belegt diese Wahrheit.
Die Tantriker, Taoisten, Orden der ägyptischen Eingeweihten wussten von diesen alchemistischen Energien und Kräften. Eine solche
Eingeweihte, darum wissende Frau war Maria Magdalena. Sie hat Jesus unterstützt, den schweren Weg in Wahrheit beispielhaft für die Menschheit
zu gehen, der ihm bestimmt war. Sie wurde schon von den Jüngern, dann von der Kirche legitimierend, als Hure abgestempelt, wie dann später
alle Frauen, die ihre weibliche Kraft in den Dienst der Freiheit und der Erkenntnis gestellt haben. Die eigentliche Hure ist bis heute die Kirche, was an
den roten Schuhen des Papstes abzulesen ist.
Solange unsere Männergesellschaft sich nicht auf die ‚große Mutter’, die Erde, die eigentliche Materie beziehen wird, kann
sich nichts grundlegendes ändern. Der materialistische Schrei ist ja nichts anderes als ein verzweifelter Schrei nach der Urmaterie, der Mutter
Erde, die ohne liebende Sexualität nicht zu denken ist. Vielleicht ist das massenhysterische Ereignis der Trauer um Michael Jackson in diesem Licht
zu sehen, als Todesschrei einer nahezu untergehenden Gesellschaft. So gesehen sind die Menschen am Ende doch stark oder zumindest ihrer Natur nach sehr
zäh: wie eine Pflanze sich durch die Asphaltdecke drängt, ruht der Mensch nicht eher, bis seine Ganzheit, - was ja seine eigentliche
Natur ist-, wieder gesehen wird.
Es gibt Stimmen und Wege, die genau in diese risikofreudige Untergangsmentalität hinein rufen und Möglichkeiten aufweisen, die uns
eine Chance aufzeigen und anbieten.
Seit geraumer Zeit gibt es nun zeitgenössische Weise, welche die alten Lehren aus dem Osten in Verknüpfung mit all den wertvollen
Erfahrungen der modernen Psychologie in neuen spirituellen Gewändern vor uns ausbreiten. Es ist eine große lustvolle Bereicherung unserer
Kultur, dass diese „Erwachten“ uns ihr ganzes Leben in Form von Vorträgen, Versammlungen, Gesprächen und Büchern zu
Füßen legen und sich so um die Liebe und den Frieden der Menschen bemühen.
Eine möglicherweise revolutionäre „Medizin“, NES, wird uns dabei helfen, die Erkenntnisse dieser großen
Spirituellen anzuwenden. Schon die alten Chinesen, Inder und andere wussten, dass die alchemistischen Prozesse von energetischer, physikalischer Natur
sind. Allerdings ist es für uns heute, nach imprägnierter Korruption von 2000 Jahren nahezu unmöglich, sich diesen herrlichen
Weisheitslehren zu stellen. Darunter leide ich schon mein ganzes Leben. Die innere Arbeit an der Bewusstwerdung treibt uns ja immer wieder an den
Abgrund der Verzweiflung, da sie uns knallhart erfahren lässt, dass auch bei allerbester Absicht und Anstrengung die inneren Verhärtungen
nicht zu lösen sind und es letztlich Gnade ist, befreit zu werden. Sich mit diesem Bewusstsein abzufinden, ist nicht so leicht, wie es aussieht und
treibt die Suche immer wieder an. Der Mensch ist nicht so schlecht, wie ihn viele einschätzen, sieht man sich einmal diesen unerschütterlichen
Motor für diese Suche an.
Hier setzt wohl NES an und wird uns dabei unterstützen, Erkenntnis in Bewusstheit zu leben, ein humanes, freiheitliches Leben ohne Leid zu
führen. Ohne Leid soll dabei nicht heißen, ohne Krankheit und ohne Tod, sondern ohne Anhaftung an diese Phänomene. Sicherlich
werden viele Menschen – und warum auch nicht – zunächst an die geliebte ‚Gesundheit’ denken. Aber ich ahne, dass
sich hier um mehr geht und sich endlich eine Möglichkeit auftut, an das so lange gehegte und ersehnte Wu-Wei (Tun im Nichttun) zu gelangen. Und
wenn’s auch nur einen Schritt näher dran wäre!
Wir werden durch die schlichte Einnahme von ‚Tropfen’ an all unseren Verstrickungen, schief eingerichteten Verklemmungen,
Traumata körperlicher und seelischer Natur rütteln, sie aufbrechen und egalisieren. So wird ein energetischer Zustand eingeleitet, der
eigentlich zu mir gehört hatte, der nur verschüttet oder umgelenkt wurde, um zu überleben. Es ist ein mutiger Schritt, sich dieser
‚Medizin’ zu stellen, da kein Erkennen möglich ist, ohne alte Muster aufzubrechen. Und Verwandlung geht nicht ohne Schmerz.
Seltsamerweise haben dennoch schon sehr viele Menschen den Zugang zu dieser neuen ’Medizin’ gesucht. Die Ahnung von Verwandlung steckt
an und hat bereits ein Flächen deckendes Ausmaß angenommen. Liebe ist eben ein Feuer, und Schmerz hat die natürliche Neigung, sich
in Liebe zu verkehren, wird er angeschaut und nicht vermieden.
Das weite Licht einer entfalteten Seele, die von ihrem Schmerz befreit, in Liebe sein kann, nach dem sich alle zu Recht sehnen, ist zu einer
Möglichkeit geworden.
Die Knechtschaft unserer abendländischen Kultur darf tatsächlich auch einmal ein Ende haben.
Wenn ich auch möglicherweise dieses NES- Phänomen, wie ich es einmal nennen möchte, noch nicht angemessen
umschreiben kann und eventuell zu hoch fliege mit meiner Einschätzung, bin ich doch gern für eine Kritik bereit und
wage mich vor. Es geht doch ums Ganze
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