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Emil Schumacher (1912- 2002) Mir genügt die Aneinanderreihung von Farbflecken und vagen, unbestimmten Formen nicht. Ich suche einen bestimmten Ausdruck, denn die Flecken und Linien müssen ja nicht Flecken und Linien an sich sein. Vom Standpunkt des Künstlerischen her ist alles unabhängig von Bedeutungen. Aber der Linie, wie ich sie mag, muss so von fern her eine Bedeutung in dem Sinne zuwachsen, dass sie etwas ein- und ausschließt. Dass sie eine Bedeutung über ihre eigene Bedeutung hinaus erhält. Das soll nicht ungefähr, sondern verschlüsselt, nicht bis in alle Einzelheiten hinein genau sein. Es handelt sich nicht um Darstellungen, eher um Anspielungen auf Gesehenes (1995).
‚Farbe schafft mir eine Welt,’ hatte Emil Schumacher 1997 gesagt, „aber sie braucht eine Stütze durch die Figur, durch die Zeichnung, die ich integriere, verschmelze.’ Noch in Schumachers abstraktesten Gemälden tritt die expressiv bearbeitete Farbmaterie in Beziehung zu einem in sie einmodulierten Liniengeflecht, das sich ............... zu Bedeutungsgebilden konkretisiert..................Wo sich wie in den späten Bildern wuchtige Gegenstände - Tiere oder Gestalten - aus den Farbflächen heraus kristallisieren, wirken sie der Materialität abgetrotzt, um wie in vorzeitlichen Höhlenmalereien im Darstellungsakt selber die Natur gleichsam zu bannen. Erhabene Bildwelten sind so entstanden........“ |
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